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Wenn man mit dem Mietwagen im Urlaub liegen bleibt

von Tina Heidler am in FinanzweltKommentieren

Wer mit dem Flieger unterwegs in den Urlaub ist, nimmt sich gerne einen Mietwagen am Zielort: Damit kann man bequem die Landschaft vor Ort erkunden. Allerdings bist Du auch dort nicht vor einer Panne oder einem Unfall sicher. Lies hier, was Du dann beachten musst.

Portugal, Griechenland oder die USA: Mit dem Flugzeug erreicht man die ganze Welt in wenigen Stunden. Wer im Urlaub aber mehr als nur den hoteleigenen Strand sehen möchte, ist dann oft auf einen Mietwagen angewiesen. Damit kannst Du in aller Ruhe die Umgebung erkunden.

Um einen Mietwagen zu buchen, hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Du buchst ihn mit allen Zusatzleistungen schon von zu Hause aus oder
  2. Du buchst ihn spontan im Urlaub.

Der Unterschied ist speziell bei einem Aufenthalt im Ausland wichtig. Denn hast Du einen Unfall, gelten in der Ferne oft andere Entschädigungsgrenzen bei der Kfz-Haftpflicht als in Deutschland. Wer nicht vorgesorgt hat, haftet in diesen Fällen im Zweifelsfall mit dem Privatvermögen. Und das kann richtig teuer werden. Achte darum darauf, dass Du mit dem Mietwagen eine möglichst hohe Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen, wenn Du den Wagen schon von zu Hause aus buchst. Willst Du eher spontan ein Auto mieten, frage vorher bei Deiner eigenen Kfz-Versicherung nach, ob Fahrten mit dem Mietwagen im Ausland eingeschlossen sind. Eventuell musst Du dann eine sogenannte Mallorca-Police abschließen. Sie ist trotz ihres Namens auch in anderen Ländern gültig.

Wenn’s im Urlaub kracht

Kommt es tatsächlich zu einem Unfall, solltest Du auf jeden Fall die Polizei und gegebenenfalls auch einen Krankenwagen rufen. Die Anwesenheit der Polizei ist bei vielen Mietwagenfirmen Voraussetzung, damit der Schaden übernommen wird. Mindestens genauso wichtig: auf keinen Fall ein Schuldeingeständnis abgeben. Wer die Schuld an einem Unfall trägt, entscheiden im Zweifelsfall die Gerichte. Natürlich solltest Du auch den Vermieter informieren. Achte darauf, dessen Notfallnummer bei der Übernahme des Wagens zu bekommen. Erkundige Dich auch, ob es eine deutschsprachige Hotline gibt. Denn wer die Landessprache nicht spricht und mit Englisch Probleme hat, ist im Notfall schnell aufgeschmissen.

Unfall dokumentieren

Nach einem Unfall ist es außerdem wichtig, Bilder von der Unfallstelle und den Schäden zu machen. Achte auf Referenzpunkte im Bild, beispielsweise einen Strommasten, einen Gartenzaun oder ein Verkehrszeichen. Wichtig ist außerdem, einen Unfallbericht auszufüllen. Er sollte im Mietwagen im Handschuhfach liegen. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du Dir vor dem Abflug einen sogenannten Europäischen Unfallbericht aus dem Internet herunterlädst.

Panne statt Unfall

Möglicherweise kommt es nicht ganz so schlimm und Du bleibst mit dem Wagen einfach nur liegen – zum Beispiel, weil er einen Platten hat. Dann solltest Du ebenfalls die Hotline anrufen und die Panne melden. Oft arbeiten die Mietwagenfirmen mit Werkstätten vor Ort zusammen. Sie organisieren dann die Reparatur des Wagens oder einen Ersatzwagen.

Die Rückgabe des Mietwagens

Wer den Mietwagen noch fahren kann, sollte bei der Rückgabe des Fahrzeugs gemeinsam mit dem Autovermieter einen Schadensbericht ausfüllen. Ist der Schalter bei der Rückgabe nicht besetzt, sollte man später direkt bei der Mietwagenfirma anrufen.

Wenn Du Probleme mit dem Mietwagenverleiher hast, gibt es übrigens unter www.ecrcs.eu die Möglichkeit, sich zu beschweren. Dort haben mehrere internationale Mietwagenfirmen eine Schiedsstelle eingerichtet.

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