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Sparen? Ja, aber richtig!

von Wolfgang Königshof am in FinanzweltKommentieren

Die Zinsen sind niedrig, Sparen macht keinen Sinn. Da kann ich jetzt doch nach Herzenslust shoppen gehen, oder?

Wolfgang: Natürlich ist es wichtig und richtig zu konsumieren. Aber daraus zu folgern, dass Du kein Geld mehr zur Seite legen solltest, ist falsch und sogar gefährlich. Sparen bleibt wichtig. Allerdings kommt es auf das richtige Sparen an.

 

Die meisten Deutschen haben Sparbuch und Tagesgeldkonto. Das reicht doch, oder?

Wolfgang: Es reicht nicht, weil die Zinsen dafür teilweise so niedrig sind, dass sie nicht einmal mehr die Inflationsrate ausgleichen können. Das bedeutet, dass Dein mühsam angespartes Vermögen real an Wert verliert. Ein Beispiel: Wenn Du 10.000 Euro bei einer jährlichen Verzinsung von 0,25 % anlegst, dann verlierst Du bei einer durchschnittlichen Inflation von 1% etwa 75 Euro an Kaufkraft pro Jahr. Mit dem Geld kannst Du schon mal eine Runde shoppen gehen.

 

Wie lautet die Konsequenz daraus?

Wolfgang: Anleger, die bisher vor allem auf die Stabilität von festverzinslichen Anlagen vertraut haben (also die Sparbrief- und Sparbuch-Sparer), sind gezwungen umzudenken. Wer langfristig Vermögen aufbauen, für sein Alter vorsorgen, sein Vermögen erhalten und davon im Alter leben möchte, der kommt an einem gewissen Aktienanteil in seinem Depot nicht vorbei.

 

Aktien sind aber doch eher etwas für erfahrene Anleger mit starken Nerven und nicht für mich.

Wolfgang: Nein, das ist ein Trugschluss. Aktien und Aktienfonds eignen sich entgegen der landläufigen Meinung auch für konservative Anleger. Voraussetzung ist dabei ein langer Anlagehorizont und eine breite Streuung über mehrere Anlageregionen und -sektoren. Wie hoch Deine Aktienquote aussehen sollte, hängt von Deinen Sparzielen, der Anlagedauer, der jeweiligen Lebenssituation sowie der individuellen Risikobereitschaft ab.

 

 

Was mache ich, wenn die Aktienkurse fallen? Schnell verkaufen?

Wolfgang: Nein. Wer Geld in Aktien investieren will, sollte nicht ständig auf die Aktienkurse in der Zeitung oder im Internet gucken. „Investieren statt spekulieren“ muss das Motto lauten. Viele Anleger sind bei ihren Anlageentscheidungen zu kurzfristig orientiert. Auf lange Sicht sind Aktien aber anderen Anlageformen überlegen. Sie können damit gerade im Niedrigzinsumfeld einen wichtigen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten. Zudem ermöglichen sie die Teilhabe an Dividendenzahlungen. Gerade dividendenstarke Aktien sind ein wichtiger Bestandteil der Aktienrendite: Historisch betrachtet kommen 30 bis 40 Prozent der Erträge aus Dividendenzahlungen.

 

Was passiert, wenn ich das investierte Geld plötzlich kurzfristig benötige?

Wolfgang: Genau deshalb ist eine umfassende Beratung ja so wichtig. Meine Kollegen und ich lassen unsere Kunden nicht allein, sondern beraten individuell und arbeiten gemeinsam mit ihnen eine breit aufgestellte Vermögensanlage aus. Darin enthalten sind Gelder, die vielleicht kurzfristig benötigt werden und entsprechend kurzfristig investiert werden, sowie Vermögen, das auf lange Sicht, etwa für den Ruhestand, angelegt wird. Und dieser Teil kann dann beispielsweise auch in chancenreichere Anlagen wie Aktien investiert werden.

 

Wie lautet Dein abschließender Tipp?

Wolfgang: Ich kann nur allen raten: Lass Dein Geld arbeiten – und bring es in Bewegung. Angesichts der sehr niedrigen Zinsen bei Bankeinlagen kann es sich lohnen, Gelder, die nicht kurzfristig benötigt werden, in Anlageprodukte zu investieren, die langfristig mehr abwerfen.

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