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Genau hingeschaut: So sind Ehrenamtliche versichert

von Wolfgang Kurth am in Gut für ...Kommentieren

Wer ehrenamtlich tätig ist, genießt häufig besonderen Versicherungsschutz. Der Teufel steckt allerdings hier im Detail. Das solltest Du wissen, wenn Du ein Ehrenamt übernimmst.

Ob im Sportverein, bei der Feuerwehr oder bei der Flüchtlingshilfe: Jeder Dritte in Deutschland übt ein Ehrenamt aus. Ohne diesen Einsatz wäre unser Gemeinwesen um vieles ärmer. Doch was passiert, wenn ein Ehrenamtlicher bei seiner Tätigkeit einen Unfall hat oder anderen einen Schaden zufügt? Und was zählt überhaupt als Ehrenamt?

Wann zählt Dein Engagement als Ehrenamt?

  • Du engagierst Dich freiwillig.
  • Du hilfst unentgeltlich oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung.
  • Dein Engagement findet fortlaufend statt.
  • Dein Einsatz ist organisiert und kommt anderen zugute.

Das gilt bei Unfällen

Die Abgrenzung zwischen versicherter und nicht versicherter Tätigkeit ist bei der gesetzlichen Unfallversicherung nicht immer einfach. Immerhin wurde vor einigen Jahren der Personenkreis derjenigen erweitert, die im Ehrenamt einen Schutz genießen. Nach Paragraf 2 des Sozialgesetzbuches VII gehören dazu:

  • Ehrenamtliche in Rettungsunternehmen, in öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, deren Verbänden oder Arbeitsgemeinschaften sowie in öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften
  • Ehrenamtliche im Bildungswesen, im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege, in landwirtschaftsfördernden Einrichtungen und Berufsverbänden der Landwirtschaft
  • Ehrenamtliche, die wie Beschäftigte tätig sind – zum Beispiel Übungsleiter in Sportvereinen –, und in privatrechtlichen Organisationen, soweit diese im Auftrag oder mit ausdrücklicher Einwilligung von Kommunen oder öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen handeln.

Damit Du im Ehrenamt versichert bist, ist es wichtig, dass Du Dein Ehrenamt im Auftrag oder mit Einwilligung einer der genannten Einrichtungen ausübst. Wer zum Beispiel auf eigene Initiative Müll im Park aufsammelt, genießt keinen Versicherungsschutz. Hast Du ein Ehrenamt im Dienst einer Kommune, bist Du über diese geschützt.

Hast Du als Ehrenamtlicher einen Unfall, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für Heilbehandlung und Rehabilitation. Falls dauerhafte Unfallschäden zurückbleiben, zahlt sie eine Rente. Der Schutz erstreckt sich auf die ehrenamtliche Tätigkeit selbst, aber auch auf den Weg von zu Hause dorthin und zurück. Wichtig: Ein Unfall muss der Kommune gemeldet werden. Bei Fragen zur Unfallversicherung beim Ehrenamt wende Dich bitte an das Bürgertelefon des Bundesarbeitsministeriums in Berlin: 030 221911002.

Das gilt bei Schäden mit Dritten

Auch die Haftung von Ehrenamtlichen gegenüber Dritten hängt vom Einzelfall ab. Prinzipiell empfehlen wir Dir immer eine private Haftpflichtversicherung. Unabhängig davon, ob Du Dich ehrenamtlich engagierst oder nicht. Denn Schäden aus Unachtsamkeit können schnell sehr teuer werden. Diese Versicherung greift auch bei einer nichtverantwortlichen ehrenamtlichen Tätigkeit oder Freiwilligenarbeit. Übst Du in einem Verein oder einer Organisation jedoch eine verantwortliche Tätigkeit aus, deckt die Privat-Haftpflichtversicherung Schäden aus dieser Tätigkeit nicht ab. Für leitende Personen, beispielsweise die Vorstandsmitglieder, empfiehlt sich daher eine Vereinshaftpflichtversicherung. Frage am besten bei Deinem Kundenberater der Sparkasse nach, wie weit der Schutz für Dich reicht. Mit den Spezialisten der Sparkassen-Versicherung bieten wir eine passgenaue Lösung an.

 

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