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Die neu gestaltete Geschäftsstelle Am Rathaus: Beratungsräume Teil 1

von Wolfgang Kurth am in Gut für ...Kommentieren

Wir hatten die Idee, die Beratungsräume nach Personen zu benennen, die von und für Bad Hersfeld bedeutend waren. Folgende Personen haben wir ausgewählt.

 

Johannes Klein (* 1897 in Österreich, † 1976 in Bad Hersfeld)

1951 (Mit-)Begründer der Festspiele, Intendant von 1951 bis 1959

Klein gelang das große Kunststück, in wenigen Monaten die ersten Festspiele zu gestalten. Vorbild waren die Mysterienspiele der Salzburger Festspiele, die der gebürtige Österreicher, als Assistent von Max Reinhardt bei der Festspielgründung 1920, gut kannte. Er nutzte seine Theaterkontakte nach Salzburg, Wien und Berlin und engagierte Stars wie Lil Dagover und Attila Hörbiger. Mit dem Spiel im Halbdunkel schuf er eine neuartige Atmosphäre. In seiner Ära wurde Bad Hersfeld zu einem der repräsentativsten Festspielorte Deutschlands mit hohem Ansehen im deutschsprachigen Theaterraum.

 

Elisabeth Deisenroth (* 1898, † 1989 in Bad Hersfeld)

Wesentliche Förderin der Festspiele, Chorleiterin

1947 bis 1957 war sie musikalische Leiterin des Chorvereins Bad Hersfeld.

Durch sie wurde der Verein von Johannes Klein zum darstellenden Festspiel- bzw. Bühnenchor berufen. Zusammen mit Hans Petsch war sie verantwortlich für die choristische Festspiel-Bühnenmusik.

Nach der Hochzeit 1952 mit Alfred Schönewolf trug sie den Namen Elisabeth Schönewolf-Deisenroth. Ab 1976 war sie elf Jahre lang Chorleiterin. 1978 wurde sie für ihre großen Verdienste auf kulturellem Gebiet und als wesentliche Förderin der Festspiele mit der Ehrenplakette der Stadt Bad Hersfeld, des Chorvereins und mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

 

Lullus (* um 710 in Wessex, † 16.10.786 in Hersfeld)

Gründer Bad Hersfelds (Hersfeldiae Conditor)

Lullus OSB (Ordo Sancti Benedicti / Orden des heiligen Benedikt) war erster regulärer Erzbischof von Mainz und erster Abt des Klosters Hersfeld. Ab 769 betrieb Lullus die Errichtung der Abtei Hersfeld, die er 775 unter den Schutz Karls des Großen stellen ließ.

 

 

Aenne Ott (* um 1900, † 1979 in Bad Hersfeld)

Verlegerin der Hersfelder Zeitung

Aenne Stuckhardt heiratete Karl Bächstädt, der 1914 die Leitung der Hersfelder Zeitung übernahm. Im gleichen Jahr fiel er an der Ostfront.

Seine Frau führte Zeitungsbetrieb und Druckerei weiter und heiratete 1920 den Druckerei-Fachmann Hans Ott. 1934 starb auch dieser. In den Vorkriegs- und Kriegsjahren stemmte sich Aenne Ott erfolgreich gegen die Übernahme der gleichgeschalteten Parteipresse.

1945, mit dem Einzug der Amerikaner und dem „No-Fraternisierungsbefehl“, wurden den Heimatzeitungen die Lizenz entzogen. Mit der gesetzlich verankerten Pressefreiheit 1949 konnte auch die Hersfelder Zeitung wieder erscheinen. Die Verlegerin, „die Omi“ genannt, musste sich nun zunächst gegen die inzwischen entstandene Konkurrenz durchsetzen, was ihr dank treuer Leserschaft gut gelang. 1951 trat der Sohn Hans Joachim Ott an die Seite seiner Mutter in die Geschäftsführung von Druckerei und Verlag ein.

 

Hier geht’s zum Teil 2: https://hef.sparkasseblog.de/teil-2-beraterraeume-steckbriefe-der-ausgewaehlten-personen/

 

 



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